Mobile Communications Report 2020: Mehr mobile trotz geringerer Mobilität im Corona-Jahr

Zum bereits 14-ten Mal präsentiert die Mobile Marketing Association ihren Mobile Communications Report. Im Corona-Jahr 2020 ist die mobile Internetnutzung trotz Lockdowns angestiegen: die Österreicher:Innen nutzten heuer mehr Apps als je zuvor und mobile shopping erlebt während Corona einen zusätzlichen Schub!


Betrachtet man die mobilen Bewegungsdaten so zeigt sich eines ganz deutlich:

COVID19 hinterlässt eindeutige Spuren! Denn die Österreicher:Innen waren heuer weniger unterwegs als in den Vorjahren. Gleichzeitig zeigt der diesjährige Mobile Communications Report der MMA (Mobile Marketing Association) eine deutliche Zunahme der mobilen Internetnutzung in Österreich.


„Im Corona-Jahr 2020 nutzen die Österreicher mehr mobile trotz geringer Mobilität! Und mobile unterstützt in vielen Lebenslagen – von sozialen Medien bis zum Shopping.“, bringt es Gerald Smech,

Präsident der MMA, auf den Punkt: „Einer der Hauptgründe dürfte die weiter gestiegene Zufriedenheit mit dem mobilen Internet surfen sein. Es freut uns, dass wir unsere steten Bemühungen rund um mobile auch in der Nutzerstudie nachweisen können."


Im Auftrag des MMA Studien-Kernteams Stefanie Reif (Industry Manager, Google Austria), Gerhard Guenther (Geschäftsführer Digitalsunray Media), Helmut Prattes (Business Development Reppublika) und Harald Wimmer ((Studiengangsleiter Master Digital Marketing & Kommunikation an der FH St. Pölten) befragte das Marktforschungsinstitut MindTake knapp 1.000 Personen in ganz Österreich nach ihrem mobilen Internet-Nutzungsverhalten. Und diese Befragten stellten dem mobilen Internet heuer ein weitaus besseres Zeugnis als 2019 aus: alles in Ordnung beurteilen 34,9% (2019 waren es nur 29,1%). Den meisten Grund zur Klage geben nach wie vor „nicht optimierte Internetseiten“ (26,9%), der „zu kleine Bildschirm“ (26,9%), „lange Ladezeiten“ (17,3%) und „schlechte Netzabdeckung“ (15,2%).


Mehr Smartphones, mehr Apps, mehr Messaging

Bereits 98% der Österreicher nutzen ein Smartphone, selbst in der Gruppe der 60-69jährigen gibt es bereits 96% Smartphone-User. Die am häufigsten genutzten Funktionen waren im Coronajahr Instant Messaging (81%), die Uhr (80%), gefolgt von Internet surfen (76%). Erst an vierter Stelle folgt das eigentliche Telefonieren (71%).


Als Betriebssystem hat Android seine Vormachtstellung auf 68% (2019: 64%) weiter ausgebaut. Apple ́s IOS lag wie schon 2019 bie 29% Marktanteil.


Nicht nur die Zahl der Smartphones steigt, auch die Zahl der Apps pro Handy steigt weiter.

33% geben an, während der letzten Monate mehr Apps als je zuvor verwendet zu haben. 18% haben bis zu 10 Apps, 27% 11 bis 20 Apps installiert und knapp mehr als ein Viertel der Befragten hat

mehr als vierzig Apps auf dem Smartphone installiert!


In Zeiten des Lockdowns ist die Nutzung von Social Media am Handy stark gestiegen: nutzen 2019 noch 58 % der Befragten Social Media Apps, waren es heuer bereits 64,8%. Unter den Social Media Apps liegt WhatsApp voran (81% täglich, 94% mehrmals pro Woche), gefolgt von Facebook (57% mehrmals pro Woche), Instagram (stieg von 34,5% im Vorjahr sogar auf 42%) und Snapchat (17%).


Gleichzeitig habe aufgrund des gestiegen Informationsbedürfnisses der Bevölkerung auch die Apps der heimischen Tageszeitungen durch die Bank höhere Nutzungszahlen.


Video ist der Corona-Star

Als beliebteste Freizeitbeschäftigung hat der Videokonsum am Handy 2020 stark zugenommen: 37% schauen täglich kurze (2019: 33%) und 21% (2019: 16%) lange Videos. Am häufigsten werden dabei lustige Kurzvideos (54%), Erklärungsvideos/Tutorials (46% gegenüber 40,1% 2019), sowie Musikvideos( 45%) und Nachrichten (37,4 gegenüber 33,3%) geschaut.


Und fast die Hälfte (49%) der mobilen Internet-User sieht YouTube Videos als Informationsquelle für Online-Einkäufe.


Hingegen ist die Nutzung der Video On-Demand-Dienste am Handy im Corona-Jahr lediglich bei Netflix gestiegen: 37 % nutzen Netflix (2019 war es erst 28%).

YouTube verlor von 64,9 auf 59,6% und Amazon Prime stagnierte bei 33 %(34%). Umso mehr wird dagegen Musik am Handy gestreamt. Die Nutzung stieg heuer auf 28,3% (gegenüber 24,6% im Jahr 2019).

Ebenfalls etwas an Bedeutung gewonnen hat natürlich durch Home Office das Thema Video-Telefonie: immerhin 6,6% (2019: 4%) nutzen heuer das Smartphone dafür.



Shopping am Handy boomt!

Die eigentliche „Killer-Applikation“ im mobilen Internet war im Jahr 2020 aber eindeutig online Shopping.


Sieben von zehn (66,9%) haben heuer ein Produkt online am Handy gekauft oder eine Buchung getätigt (2019: 62,9%). Nahezu drei Viertel (74,4%) waren es bei 15-29jährigen! Die beliebtesten Shopping-Kategorien waren Bekleidung und Schuhe (52%), Haushaltswaren (36%) sowie Elektronik (34%).

Immer häufiger wurde heuer nicht nur per Handy eingekauft, sondern auch gleichzeitig online bezahlt: 55,8% (2019: erst 47,5 %) nutzten das Smartphone für eine Online Sofortüberweisung, 47,7 % (43,6%) bezahlten via Paypal und 45,4 % (44,3%) nutzten die Kreditkarte. Und selbst im stationären Geschäft hat sich das Bezahlen per Handy mit NFC Funktion von 5% im Vorjahr auf heuer 12,9% mehr als verdoppelt! Sechs von zehn (63%) zahlen mit dem Smartphone bereits bargeldlos. 2019 waren es nicht mal vier von zehn (38,8%).


„Generell spielt das Handy beim Einkauf in Corona Zeiten eine größere Rolle. Wir beobachten eindeutig ein Cross-Device Verhalten beim Shoppen“, erklärt Smech das umfangreiche Einsatzgebiet des mobilen Internet.


Drei Viertel der Befragten checkt den Bestellstatus (75%) und recherchiert am Handy Preise von Produkten (74%). Und fast ein Viertel (24,2%) lässt sich auf Google Standorte, Öffnungszeiten und

Kontaktinfos anzeigen.


Gegen den Einkauf am Handy sprechen derzeit noch der vorhandene und bequemere PC daheim (52,3% gegenüber 46,4 % 2019), die Vorliebe für den stationären Handel (37,1 %), die Unsicherheit (28,5%), die Unübersichtlichkeit (24,5%) und mangelnde Optimierung des Online-Shops für das Handy (13,2%).


Doch selbst beim Einkaufen im stationären Handel ist das mobile Internet nicht mehr wegzudenken: an oberster Stelle stehen naturgemäß Preisvergleiche (31%), Suche nach Aktionen (28%) oder Produkt- und Serviceinformationen (22%).

Die mobilen Preisvergleiche veranlassen etwa ein Drittel (31%) der Befragten dann auch gleich im Internet zu kaufen. Ein Viertel (23%) nutzt das gefundene Angebot für Preisverhandlungen mit dem Verkaufspersonal im Geschäft.


Auch beim mobile Shopping dominieren die bekannten Online-Portale. Drei Viertel der Befragten (76%) nutzt die Amazon App - die Hälfte davon auch tatsächlich für mobile Einkäufe. An zweiter Stelle folgt Willhaben (68%), dort kaufen nur 24% direkt per Handy. Schon abgeschlagen auf den Plätzen folgen Ebay mit 36,5% und Zalando (29,3%). Die beliebteste „Heimische Shopping App“ ist der Jö Bonus Club

mit 54,3%. Dahinter folgt Payback (40,5%) und die Filialisten Lidl (37,6%), BILLA (33,4%), dm (32,8%), Hofer (32,7%) und Merkur (26,2%).


Mobile Communications Report 2020 ist ab sofort erhältlich!

Die Studie Mobile Communications Report 2020 wurde in Kooperation der MMA Austria und dem Marktforschungsinstitut MindTake Research mithilfe des Talk Online Panels im August 2020 durchgeführt. Unter Einhaltung bestimmter Quoten wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung rund 1.000 österreichische Internet-NutzerInnen zwischen 15 und 69 Jahren befragt. Mitglieder der Mobile Marketing Association haben gratis Zugriff auf die Daten des Mobile Communications Report 2020 – Nichtmitglieder können die umfangreiche Studie um 2.500 Euro unter office@mmaaustria.at bei der MMA anfordern.

Über MMA Austria

Die Mobile Marketing Association Austria (www.mmaaustria.at) ist die österreichische Landesorganisation der Internationalen Mobile Marketing Association. Die MMA Austria repräsentiert als unabhängige Interessensvertretung Vertreter der Mobile Marketing-Wertschöpfungskette wie Werbetreibende, Netzbetreiber, Agenturen, Medien, Mobile Marketer, Hersteller von Endgeräten und viele mehr. Die Mobile Marketing Association Austria dient als Plattform zum Austausch zwischen Entscheidungsträgern, Marketingfachleuten und Technologieexperten. Damit in einer zunehmend dynamischen und mobil vernetzten Welt Innovationen vorangetrieben und umgesetzt werden können, um gemeinsam die Zukunft des Marketings zu gestalten und gleichzeitig ein kontinuierliches Wachstum zu erzielen. Mit ihren Mitgliedern trachtet die lokale Organisation danach, Mobile Marketing unter eine globalen Fokus zu betrachten, aber regionale relevante Aktionen zu unterstützen. Der Hauptfokus der Mobile Marketing Association Austria ist die Etablierung von mobilen Anwendungen als unerlässlichen Bestandteil des Marketingmix und damit der Userjourney. An der Spitze der MMA Austria stehen Präsident Gerald Smech, Co-CEO allUpp, und Vize-Präsident Dr. Josef Mantl, CEO der Full Service Kommunikationsagentur JMC.

Über MindTake Research

MindTake Research (www.mindtake.com) ist das führende Marktforschungsinstitut für digitale Werbeeffizienzmessung in Österreich. Als Full-Service-Agentur für Marktforschung ist MindTake Research seit 2001 tätig und bietet sowohl qualitative als auch quantitative Studien on- und offline an. Durch die Integration von behavioral data aus unterschiedlichen Quellen kann MindTake Research seinen Kunden eine holistische Sicht auf die Bevölkerung, sowie Customer Journeys bieten. Neben standardisierten Produktlösungen im Bereich Reichweitenmessung, Audience Verification, Werbewirkung, Usability, Mitarbeiter- und Kundenbefragungen bietet MindTake Research Marktsegmentierungsstudien, User- und Shopper-Journey-Analysen, Big-Data-Analysen und alle gängigen Methoden der Marktforschung an. MindTake Research verfügt über langjährige Erfahrung in den Branchen Banken & Versicherungen, Retail, FMCG, Medien, Werbung, Telekommunikation und Tourismus. MindTake Research ist Mitglied von VMÖ und ESOMAR sowie im Digital Insights Network.

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